Machu Picchu und der Inka-Pfad

Im Jahr 2011 feierte Peru das 100ste Jubiläum der Wiederentdeckung der Ruinenstadt Machu Picchu. Bei den in der Umgebung lebenden Menschen war die Ruine der Inkastadt schon immer bekannt, aber nur wenige Außenstehende wussten von ihrer Existenz, bis der Hobby-Archäologe Hiram Bingham Maccu Picchu im Jahr 1911 wiederentdeckte und einer breiten Öffentlichkeit bekannt machte.

Die Stadtanlage Machu Picchu wurde 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Gebiet mit der Ruinenstadt und der beeindruckenden Umgebung liegt inmitten einer Landschaft aus steilen Bergen und tiefen Tälern und war zur Zeit der Wiederentdeckung mit Dschungel überwuchert. Die Zahl der Besucher wurde zum Schutz der Ruinenstadt auf 2.000 Menschen pro Tag begrenzt. Die Stadt gehört damit aber immer noch zu den beliebtesten Touristenzielen in Südamerika.

Geschichte von Machu Picchu

Machu Pichhu wurde Theorien zufolge um 1450 vom Inkaherrscher Pachacútec Yupanqui auf dem gleichnamigen Berg in 2.360 Metern Höhe mitten in den Anden errichtet. Die Stadt wurde nach einem nahegelegenen Berggipfel benannt und der Name bedeutet übersetzt “Alter Berg”. Der ursprüngliche Name sowie Sinn und Zweck der Anlage sind bis heute unbekannt. Es kursieren aber viele verschiedene Theorien.

Erst am 24. Juli 1911 entdeckte der amerikanische Forscher Hiram Bingham die zu dem Zeitpunkt im Urwald versteckte Stadt. Bingham war allerdings auch nicht wirklich der erste Europäer, der die Anlage entdeckte. Unter anderem kam ihm der Deutsche Augusto Berns im Jahr 1867 zuvor, aber auch früheren Karten finden sich schon Hinweise.

Anreise nach Cuzco

Machu Picchu befindet sich 120 Kilometer nordwestlich von Cusco, Peru. In der Kolonialstadt gibt es zahlreiche Reiseveranstalter, die einen Ausflug zur Ruinenstadt anbieten. Von dort aus geht es dann eigentlich immer nach Aguas Calientes, einem kleinen Dorf am Fuße des Bergs. Ob man das Ganze zu Fuß oder mit dem Zug macht, ist Geschmackssache.

Zu Fuß nach Machu Picchu

Der 33 Kilometer lange Inka Trail ist der wohl berühmteste Wanderweg zur Ruinenstadt. Die Route beginnt in Chillca, kann aber von unterschiedlichen Punkten (zum Beispiel Ollantaytambo oder von einigen Punkten entlang der Bahnlinie nach Aguas Calientes) auf dem Weg begonnen werden.

Beim Inka-Pfad hast Du den Vorteil, dass Du die Stadt zuerst durch das Sonnentor (Intipunko) siehst. Die Anzahl der Wanderer ist hier limitiert, weshalb Du auf jeden Fall früh (!) vorbuchen solltest! Die Wanderung dauert zwei bis vier Tage und ist nichts für Couchpotatoes. Du musst relativ fit sein und kein Problem mit Zelten haben. Außerdem darf man den Pfad nur mit einem Reiseführer entlangwandern, der natürlich etwas kostet.

Alternativ gibt es aber noch andere Wanderungen, die meistens günstiger sind und weitaus weniger Andrang haben. Die Trips dauern unterschiedlich lange (je nach Strecke) und können zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Wer Glück hat, kann vor Ort für den nächsten Tag buchen. Alternative Routen sind der Salkantay Trail (75 Kilometer lang und dauert etwa fünf Tage) und eine Route über die andere Inkastätte Choquequirao (ungefähr acht Tage).

Bitte beachte, dass der Inka-Pfad jedes Jahr im Februar wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen ist.


Mit dem Zug nach Machu Picchu

Wer sich den langen Weg bis nach oben dann doch nicht antun möchte, kann von Cusco oder Ollantaytambo mit dem Perurail Zug durch das Sacred Valley fahren. Die Fahrt dauert etwa vier Stunden. Tickets können im Internet vorgebucht oder in örtlichen Reisebüros beziehungsweise am Bahnhof gekauft werden. Das Backpacker-Abteil ist am günstigsten.

In Aguas Calientes angekommen, kannst Du entweder zu Fuß weitergehen (ungefähr zwei Stunden) oder einen Bus nehmen (20 Minuten). Die Busse fahren alle paar Minuten. Bereite Dich aber auf lange Schlangen vor! Wer kann, sollte versuchen, um 4 Uhr morgens loszugehen um dann mit Sonnenaufgang in Machu Picchu zu sein.

Sehenswürdigkeiten in Machu Picchu

Machu Picchu umfasst 216 steinerne Gebäude auf verschiedenen, über Treppen verbundenen Terrassen. Da kann man schon mal die Orientierung verlieren. Die folgenden Bauten sollte jedoch keiner verpassen.

Sonnentor. Wenn Du den Inka-Pfad nimmst, wirst Du direkt zum Sonnentor (Intipunku) geführt. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf Machu Picchu, der alle Anstrengungen wert ist.

Sonnentempel. Ein halbrunder Turm, der auf einen großen glattgeschliffenen Felsen errichtet wurde. Unter dem Tempel in einer Höhle befanden sich die königlichen Gräber.

Tempel der drei Fenster. Der Tempel wurde mit enorm großen Stenblöcken gebaut, die glatt poliert wurden und perfekt ineinander passen. Das Gebäude hat drei Fenster mit Blick auf den Heiligen Platz.

Hostels in Peru

Da eigentlich jede Reise nach Machu Picchu in Cusco beginnt, solltest Du hier mindestens eine Nacht vorher ankommen. Schlaf am besten in einem günstigen Hostel in Cusco und geh dann am nächsten Tag zum Bahnhof, um den Zug zu nehmen. Es ist außerdem eine gute Idee, zuvor ein paar Tage in Cusco zu verbringen, damit Du Dich dann an die Höhe (über 3.000 Meter) gewöhnen kannst.

Wer Lust hat, kann in Ollantaytambo einen Zwischenstopp einlegen und dort ein paar Tage bleiben. Eine Nacht in einem Hostel in Ollantaytambo ist auch gar nicht teuer.

Wenn Du nach einem langen Hiking-Trip auf dem Inka-Pfad ein kuscheliges Bett ersehnst, findest Du dies in Aguas Calientes. Such Dir einfach eins unserer Hostels in Machu Pichu aus und reserviere ein Bett für Dich, wenn Du ankommst.

Reisetipps für Peru

Denk daran, dass Machu Picchu in mehr als 2.300 Metern Höhe liegt. Trink viel Wasser und Tee, bevor Du hochwanderst und nimmt leichte Mahlzeiten zu Dir. Und natürlich solltest Du Dich nicht übernehmen und ausreichende Pausen machen.

Nimm Deinen Pass mit. Die Toiletten sind außerhalb des Ruinengeländes und um wieder in die Ruinenstadt zu kommen, musst Du Dich ausweisen können. Außerdem gibt’s einen Stempel in den Pass.

Pack die Badehose ein! In Aguas Calientes gibt es heiße Quellen, die nach einer langen Wanderung unglaublich entspannend sind. Die Becken sehen etwas schmutzig aus aber das liegt nur an dem schwefelhaltigen Wasser.

Plane viel Zeit ein um die “Lost City”  zu erkunden und fang früh morgens damit an.

Nur um die 400 Personen dürfen den Berg Huayna Picchu am Tag erkunden. Sei also pünktlich.

Bring Sonnencreme und einen Hut mit – die Sonnenstrahlen sind in dieser Höhe sehr intensiv. In der Regenzeit ist ein Poncho wichtig. Ein Fernglas ist auch nicht schlecht.

Danke an ShashiBellamonda (www.shashi.name), kudumono, The FuturelsUnwritten, MyFavoritePetSitter und CmdrGravy für die Bilder.

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