Die zehn schönsten Naturwunder der Welt

Ob bei Sonne oder Regen – manchmal packt uns das Fernweh. Ein bisschen träumen von der schönen, weiten Welt. Und auch wenn Fotos das echte Erlebnis nie ersetzen können, vielleicht einer der folgenden zehn Orte ja auch was für euch.

Amazonas, Brasilien

amazon_Global Water Forum

Der Amazonas ist nicht nur ein Fluss, sondern das größte und wasserreichste Flusssystem der Welt. Mit allen seinen Nebenflüssen verteilt sich der Amazonas über die gesamte nördliche Hälfte Südamerikas und ist für 15 Prozent der weltweiten Zuflüsse in die Ozeane verantwortlich. Einer Theorie zufolge floss der Amazonas zu Urzeiten einmal in die andere Richtung und mündete in den Pazifik.

Grand Canyon, USA

grandcanyon_Grand Canyon NPS

Der Fluss selbst ist hier nur ein Bach im Vergleich mit dem Amazonas. Aber die Schlucht, die der Colorado River über Millionen von Jahren in das Colorado-Plateau in Arizona gewaschen hat, ist umso beeindruckender. 450 Kilometer lang erstreckt sich der Graben im Norden des US-Bundesstaates und er ermöglicht einen Einblick in alle Gesteinsfolgen der Erdgeschichte, zumindest für die letzten 1,8 Milliarden Jahre.

Great Barrier Reef, Australien

greatbarierreef_eutrophication&hypoxia

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Erde und stark gefährdet. Seit den 80er-Jahren hat das Riff, das nordöstlich vor Australien liegt, mehr als die Hälfte seiner Korallen verloren. Zum größten Teil liegt das an der globalen Erwärmung und dem Zufluss an zerstörerischen Fremdstoffen, die durch die küstennahe Landwirtschaft entstehen und bei Regen in den Ozean geschwemmt werden.

Kilimandscharo, Tansania

kilimajaro_Koen Muurling

Der Kilimandscharo ist ein ganzes Bergmassiv im Nordosten von Tansania. Zu Kolonialzeiten nannten die Deutschen es zu Ehren des Kaisers Wilhelmskuppe. Mit Kuppe ist der Gipfel des Kibo gemeint, der mitten in Afrika und unweit des Äquators hoch genug liegt, um ganzjährig von Schnee bedeckt zu sein. Der Kibo ist mit 5895 Metern der höchste Berg Afrikas. Die weiße Kuppe ist allerdings – abermals aufgrund der globalen Erwärmung – in den vergangenen Jahren auf knapp zwei Quadratkilometer geschrumpft. Allzu lange wird es einen Blick wie auf dem Foto vielleicht nicht mehr geben.

Komodo, Indonesien

komodo_Adhi Rachidian

Neben den Galapagos-Inseln hat Komodo vielleicht eine der faszinierendsten Tierwelten der Erde. Der Grund dafür ist der Komodowaran, der viele Seefahrer-Geschichten über Drachen und lebende Dinosaurier inspiriert hat. Tatsächlich ist die Echse recht gefährlich und macht sogar Jagd auf Wildschweine und Hirsche, die es mit Hilfe von Gift tötet. Bis zu drei Meter lang werden die Komododrachen, was sie natürlich ein bisschen klein für einen ausgewachsenen, Feuer speienden Drachen macht, aber groß genug, um ein bisschen Respekt zu haben.

Mount Erebus, Antarktis

mounterebus_Alan R. Light

X-Mas_blog_DE_greenMount Erebus ist einer der drei (und der einzige aktive) Vulkane auf der Ross-Insel in der Antarktis. Von hier oder aus der Nähe starteten viele der legendären Südpol-Expeditionen. Die Insel ist nach ihrem Entdecker James Clark Ross benannt und der wiederum nannte zwei der Vulkane nach seinen Schiffen Erebus (griechischer Gott der Finsternis) und Terror. Angesichts der Bedrohlichkeit, die das Land ausstrahlt, mögen das passende Namen sein, so richtig willkommen wird sich aber niemand im Schatten der Berge fühlen. Dabei ist gerade der Erebus, der auch der südlichste aktive Vulkan der Erde ist, von einer faszinierenden, fast unwirklichen Schönheit.

Tafelberg, Südafrika

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Noch ein Berg, wenn auch diesmal in etwas wärmeren Gefilden. Der Tafelberg thront über Kapstadt und bestimmt die Silhouette der zweitgrößten Stadt Südafrikas. Insbesondere die beiden Gipfel Devil’s Peak und Lion’s Head im Osten und Westen geben ihm sein charakteristisches Aussehen. Der Ausblick von oben ist nicht weniger spektakulär. Dabei ist der Tafelberg gerade einmal 1.000 Meter hoch. Aber seine Gesamtfläche von mehr 6.500 Hektar und die von der Seite aus massive, nahezu rechteckige Form sind einzigartig.

Chocolate Hills, Phillippinen

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Von Bergen zu Hügeln! Hügel, die leider nicht wirklich aus Schokolade sind. Dann würden sie wahrscheinlich eher in Willy Wonkas Schokoladenfabrik stehen und nicht in der philippinischen Provinz Bohol. In der Trockenzeit, wenn das Gras auf ihnen braun wird, sehen die halbrunden und kegelförmigen Hügel aus wie Schokoküsse. Daher haben sie ihren Namen. Über 1.200 der eigenartig geformten Hügel stehen auf einem etwa 50 Quadratkilometer großen Gebiet. Wie sie genau entstanden sind, ist bis heute nicht endgültig geklärt.

Salar de Uyuni, Bolivien

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Angefangen haben wir mit viel Wasser, zum Ende hin wird es trockener. Der Salar de Uyuni in Bolivien ist die größte Salztonebene der Welt. Über 10.000 Quadratkilometer und bis zu 27 Meter dick erstreckt sich der ausgetrocknete Salzsee auf der bolivianischen Hochebene. In der Trockenzeit kann die Salzkruste sogar von LKW befahren werden. In der Regenzeit bildet sich eine seichte Wasserlache auf der Oberfläche, die den Salar de Uyuni in den größten Spiegel der Welt verwandelt. Von den geschätzten zehn Milliarden Tonnen Salz werden in jedem Jahr ein paar tausend Tonnen abgebaut. Der Salar wird also noch sehr lange da sein.

Death Valley, USA

Death Valley Dumes

Noch viel trockener ist das Death Valley in der Mojave-Wüste östlich der Sierra Nevada in Kalifornien. Das Tal liegt nur ein paar hundert Kilometer vom Pazifik entfernt, ist aber trotzdem einer der trockensten und heißesten Orte der Erde. Im Juni erreichen die Durchschnittstemperaturen 40 Grad Celsius und mehr als 25 Millimeter Regen fällt über das Jahr verteilt nicht. Trotzdem gibt es in dieser Einöde unzählige Sehenswürdigkeiten wie die wandernden Steine auf der Racetrack Playa oder die zerklüfteten Salzgebilde des Devil’s Golf Course.

Vielen Dank an lisa_aw, oldansolo, warrenski, Alan R. Light, Adhi Rachidian, Koen Muurling, eutrophication&hypoxia, Grand Canyon NPS, Global Water Forum und belboo für die Fotos von Flickr.

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