Kolumne: Ist schon ok…im Strandurlaub den Strand zu meiden

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Der Sommerurlaub ist für den Strand reserviert. Was anderes kommt nicht in die Tüte. Ausschlafen, Handtuch, Sonnencreme und Urlaubsschmöker zusammensuchen und dann ab auf die Liege. Denn wer früh da ist, bekommt noch einen der besseren Plätze: nah am Meer, aber auch nicht allzu weit entfernt von der Imbissbude und den sanitären Anlagen. (Allerdings dann doch nicht ganz so nah an den sanitären Anlagen, denn die riechen ja manchmal. Das ganze ist eine Wissenschaft für sich, wie ihr wisst.)

Vor Sonnenuntergang oder bevor das Abendbrot-Buffet im Hotel aufmacht, sind die meisten dann nicht mehr vom Strand wegzukriegen. Schließlich ist der Urlaub dafür da, sich auszuruhen. Jeden Tag, den ganzen Tag.

Falls Dich nach zwei Tagen am Strand die pure Langeweile packt, geht es Dir wie uns. Und das ist schon ok, denn auch die Länder mit den schönsten Stränden haben noch viel mehr zu bieten als Sand und Meer.

Kultur, Baby!

Natürlich haben Mittelmeerinseln (nur so als Beispiel) im Sommer genau die richtigen Temperaturen, um am Strand zu liegen und Dir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Aber die meisten Eilande beherbergen auch faszinierende Zeugnisse der europäischen Kultur. Zypern galt in der Antike als eine der fruchtbarsten Inseln überhaupt und entsprechend vielfältig sind die Ausgrabungsstätten: griechische, römische und persische Funde haben Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten hier gemacht. Auf Rhodos siehst Du zwar nichts mehr vom Koloss, aber die Museen in der Stadt und Ausgrabungsstätten wie Kameiros und Lindos bieten spannende Einblicke in die antike griechische Kultur. Wir könnten die Liste noch lange weiterführen. Fakt ist, auch auf Mallorca, Sizilien und Malta leben schon seit langer Zeit Menschen und deren Kultur und Geschichte ist immer einen Blick wert.

Kolumne Ist schon ok Strandurlaub überfüllter Strand

Guck ma‘, soviel Landschaft!

Wer am oder im Meer liegt, sieht hauptsächlich Wasser. Vielleicht schwimmt mal ein Fisch vorbei und vielleicht schweift der Blick mal Richtung Himmel oder Eisverkäufer ab, aber das rauschende Blau überwiegt ganz sicher. Dabei lohnt sich der Blick in die andere Richtung oftmals. Viele Touristenorte sind so sehr auf den Strandurlaub ausgerichtet, dass Du schon nach ein paar Schritten ins Landesinnere auf unberührte Wälder oder beschauliche Dörfer abseits der Urlaubermassen triffst. Vielleicht lohnt sich auch ein Blick auf die Karte und ein Mietauto für zwei oder drei Tage, um die Umgebung zu erkunden. Und falls Du dabei auf einen abgelegenen Strand stößt, ist ein Stündchen Pause sicher trotzdem drin. Nur nicht das Handtuch vergessen!

Sechsfuffzig, bitte!

Und was haben die meisten Touristenstrände zu bieten? zunächst einmal herumlaufende Geldeintreiber. Für Meer und Sand wird selten Geld verlangt, für Liegen und Sonnenschirme schon. Wenn Du also ein kleines bisschen Bequemlichkeit beim Sonnebaden haben möchtest, musst Du zahlen. Zwei Liegen kosten natürlich mehr als eine und wenn der teure Sonnenschirm seinen Schatten nachmittags eher den Nachbarn zur Verfügung stellt – Pech gehabt.

Wer hat die Düne mitgebracht?

Es ist das Gesetz eines jeden Strandbesuchs: Nachher ist weniger Sand am Meer und mehr Sand im Hotelzimmer. Und nicht nur dort. Noch Wochen später rieselt das Zeug aus Badehosen, Handtüchern und anderen Klamotten, die Du entweder nie zum Strand mitgenommen oder schon dreimal gewaschen hast. Je mehr Zeit Du am Strand verbracht hast, desto mehr Sand türmt sich zu Wanderdünen im Hotelzimmer auf. Uff! Und haben wir schon erwähnt, dass das Zeug natürlich überall dort mit Vorliebe kleben bleibt, wo du mit Sonnencreme in Berührung gekommen bist? Bäh, da hilft nur die Flucht vor dem Strand!

Wo isser denn, der Strand?

Das Schlimmste zum Schluss: die anderen Urlauber. Irgendwo sind immer Ferien und wenn irgendwo anders die Sonne scheint und das Meer nicht weit ist, reisen die Menschen von Irgendwo nach Irgendwo Anders. Manchmal ist es nicht sehr entspannend, sich dann mittendrin zu finden, aber das Budget reichte nunmal nicht aus für den Luxusurlaub auf einer exotischen Südseeinsel. Wenn Du den Strand vor lauter Handtüchern nicht mehr sehen kannst, stress Dich nicht und geh‘ woanders hin.

Du siehst, es gibt Gründe wie Sand am Meer, um sich vom Strand fernzuhalten. Vielleicht überzeugt der eine oder andere ja auch Deine sonnenanbetende Reisebegleitung.

Viel Spaß beim Erkunden!

Danke an visualthinker und CRUSTINA! für die Bilder von Flickr.

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One Response to “Kolumne: Ist schon ok…im Strandurlaub den Strand zu meiden”

  1. Vielen Dank für den unterhaltsamen Post! Ich finde mich in deiner Beschreibung aus dem ersten Absatz auch wieder. Mir wird spätestens am zweiten Tag langweilig und dann muss ich dringend etwas unternehmen. Die schönsten Urlaubserinnerungen habe ich meist an ganz zufällige Begegnungen mit Menschen, Tieren oder der Natur. Wenn man einfach spontan zu einem Spaziergang aufbricht weil man´s auf der Sonnenliege nicht länger aushält. Plötzlich steht man dann in einer grandiosen Bucht oder einem winzigen Lädchen und staunt über die „kleinen Dinge“ die man dort nie erwartet hätte. Es lohnt sich eigentlich fast immer, die Umgebung zu erkunden.

    Liebe Grüße
    Stefanie

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