Backpacking für Anfänger, Teil II: Der richtige Rucksack

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Im zweiten Teil unserer Backpacker-Serie geben wir Dir Tipps für den Rucksackkauf und verraten Dir, welche Unterschiede es gibt und worauf Du in Sachen Sicherheit achten solltest.

Grundsatzentscheidung

Du wirst ihn wochenlang mit Dir herumschleppen. Du wirst ihn selten sehen, weil er Dir meistens am Rücken klebt. Aber Du wirst ihn sicherlich umso eher spüren. Und damit das nicht unangenehm wird, solltest Du dir ganz genau überlegen, welchen Rucksack Du auf Deine Backpacking-Tour mitnimmst. Grundsätzlich gilt: Geh in ein Fachgeschäft, probiere so viele Rucksäcke wie möglich aus und frag die Mitarbeiter Löcher in den Bauch. Schließlich ist ein Trekking-Rucksack nicht nur eine größere finanzielle Investition. Sobald Du aus dem Flieger steigst, musst Du Dich auf das Ding verlassen können.

Größe und Gewicht

Die Rechnung ist eigentlich ziemlich einfach. In größere Rucksäcke passt mehr rein und wer mehr mitnimmt, muss mehr schleppen. Ein guter Richtwert ist, dass Du nicht mehr als ein knappes Viertel Deines Körpergewichtes an Gepäck mitschleppen solltest. Du kannst also ein Gewicht von zwölf bis höchstens 20 Kilo einplanen. Am meisten Volumen werden höchstwahrscheinlich Deine Klamotten verbrauchen. Und nicht vergessen solltest Du dabei Deine Getränkevorräte. Zwei Liter Wasser für einen Tag wiegen auch schon zwei Kilo. Und in südlichen Regionen solltest Du eher mehr mitnehmen. Was genau in den Rucksack gehört und was Du zu Hause lassen kannst, verraten wir Dir im vierten Teil unserer Serie.

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Rucksäcke für Männer und Frauen

Zum Glück hängt die Größe der Klamotten ja auch irgendwie mit der Körpergröße zusammen. Eine weitere Daumenregel: Männer sollten sich eher etwas oberhalb der 50-Liter-Marke umsehen, Frauen eher darunter. Abseits der Größe gibt es auch spezielle Rucksäcke für Frauen. Die sind etwas anders geschnitten, um die Unterschiede beim Körperbau zwischen Männern und Frauen etwas auszugleichen. Zudem gibt es auch unterschiedlich große Rucksäcke für unterschiedliche Körpergrößen.

Material

Du solltest darauf achten, dass das Material des Rucksacks zumindest wasserabweisend ist. Es gibt auch Rucksäcke, die komplett – also inklusive Reißverschlüssen und allen anderen Schwachstellen – wasserdicht sind. Aber meist ist es günstiger, im Zweifel einen wasserdichten Überwurf zu kaufen. Die Reißverschlüsse sollten natürlich in jedem Fall robust sein, genauso wie die Nähte insbesondere an den Tragegurten, da hier beim Tragen am meisten Gewicht aufliegt. Rücken- und Hüftpolster erhöhen zudem den Tragekomfort ganz ungemein.

Preisspanne

Wie bei so vielen Dingen sind die Preise auch bei Trekkingrucksäcken nach oben offen. Gerade wenn Du Deinen ersten Backpacking-Trip planst, brauchst Du sicherlich kein spezielles Modell für besondere Ansprüche. Schau Dich nach einem schlichten Modell um, das Du gut im Griff hast und dessen Funktionen Du auch nutzen möchtest. Für 100 bis 150 Euro sollte sich auf jeden Fall ein passender Rucksack finden lassen.

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Taschen und Fächer

Normalerweise werden Rucksäcke von oben bepackt. Das gilt für Dein stinknormales Exemplar zu Hause im Kleiderschrank genauso wie für Trekkingrucksäcke. Manche der moderneren Modelle haben allerdings auch Möglichkeiten, von der Seite oder gar von vorne an den Inhalt zu gelangen. Das ist praktisch, weil Du so leichter an das ganz untern verstaute Nähzeug herankommst, ohne alle Klamotten auspacken zu müssen. Aber es ist natürlich auch Luxus, der extra kostet. Die meisten Rucksäcke haben zumindest ein zweites, kleineres Fach im unteren Bereich, das beim Packen und Ordnen sehr hilfreich ist. Was genau wohin kommt, verraten wir Dir im vierten Teil unserer Backpacker-Serie.

Sicherheit

Wie bereits erwähnt, sollten die am stärksten beanspruchten Teile des Rucksacks auf jeden Fall gut verarbeitet sein, um Unfälle zu vermeiden. Daneben solltest Du Dir überlegen, ein oder mehrere kleine Schlösser zu kaufen, mit denen Du Deinen Rucksack an den Reißverschlüssen zusammenschließen kannst. Solltest Du in oder über die USA reisen, besorge Dir unbedingt ein so genanntes TSA-Schloss. Die Schlösser wurden im Zuge verschärfter Sicherheitsbestimmungen beim Reisen entwickelt und können von der US-amerikanischen Transportation Security Administration mit einem Generalschlüssel geöffnet werden. Falls Dein Rucksack ein anderes Schloss hat, kann es sein, dass dieses ungefragt aufgebrochen und der Rucksack beschädigt wird.

Daypacks

Für den Tagesausflug in den Dschungel solltest Du natürlich auch noch einen kleineren, handlichen Rucksack dabeihaben. Da Du diesen wahrscheinlich am ehesten durch unwegsames Terrain tragen, ihn häufig auf- und absetzen und ständig öffnen und wieder schließen wirst, sind eine gute Polsterung und Fächer und Trennwände sehr praktisch und hilfreich. Solltest Du eine etwas größere Kamera dabeihaben, lohnt sich auf jeden Fall ein Rucksack mit einer speziellen Kameratasche, um das teure Gerät zu schützen. Getränkeflaschen sollten außen am Daypack angebracht werden können und die Fächer so aufgeteilt sein, dass Du wirklich alles ohne viel Räumen und Suchen findest.

Viel Spaß beim Rucksack aussuchen!

Im nächsten Teil: Die richtige Vorbereitung

Im letzten Teil: Einleitung

Danke an Bods und Peter G Trimming für die Fotos von Flickr.

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