Backpacking für Anfänger, Teil V: Erste Hilfe

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Bevor wir Dir (endlich) ein paar konkrete Reisetipps mit auf dem Weg geben (nächstes Mal, versprochen!), beenden wir die erste Hälfte unserer Backpacking-Serie für absolute Anfänger noch mit einem Kesseln Buntem: Im fünften Teil geht es um Erste Hilfe und häufig gestellte Fragen.

Reiseapotheke

Fangen wir ganz konkret mit der Ersten Hilfe im tatsächlichen Sinn an: „Oh mein Gott, ich bin krank!“ Gegen alle Krankheiten und Unfälle kannst Du Dich nicht wappnen, aber die gröbsten Dinge sollten mit folgender Liste abgehakt sein:

  • Pflaster, sowohl ausreichend große für schnitt- und Schürfwunden als auch Blasenpflaster (siehe Anfänger-Fehler)
  • Pinzette, um Splitter oder Dornen zu entfernen
  • Wundsalbe, damit die Wunde schneller heilt
  • Mittel gegen Durchfall (hängt stark von der Wasserqualität des Reiselandes ab, aber Montezumas Rache ist eine der häufigsten Reiseerkrankungen)
  • Mückenschutz
  • Schmerzmittel (Aspirin, Paracetamol, Thomapyrin)
  • Allergietabletten oder andere individuelle Medikamente in ausreichender Menge
  • Sonnenschutz

Je nach Reiseziel sollten dazu noch andere Dinge auf der Liste stehen, zum Beispiel Fiebertabletten oder ein Mittel gegen Übelkeit beziehungsweise Seekrankheit.

Anfänger-Fehler, die einfach zu vermeiden sind

Die neuen Schuhe nicht ausprobieren. Du hast Dir extra neue, feste Wanderschuhe für deinen Trip gekauft? Gute Idee, aber zieh sie nicht erst an, wenn Du aus dem Flugzeug steigst! Wie auch immer das Wetter zu Hause ist, lauf Deine Schuhe ordentlich ein. Blasen holst Du Dir dabei sowieso und dann ist es doch besser, diese Unannehmlichkeiten schon zu Hause hinter Dir zu lassen. Außerdem dauert es nicht nur eine Weile, bis sich Deine Füße an die neuen Schuhe gewöhnt haben, auch für den Rest des Körpers gilt das. Mit gut eingelaufenen Schuhen steht Dir ein wesentlich entspannterer Urlaub bevor.

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Den Wetterbericht ignorieren. Das ist eine Frage der Faulheit. In heimischen Gefilden gehen wir ständig aus dem Haus, ohne nach oben zu gucken. Im schlimmsten Fall werden wir ein bisschen nass und sitzen eine Stunde später mit einem heißen Kakao auf dem Sofa. Wenn Du aber im schlimmsten Fall den ganzen Tag durch den Regen stapfen musst, im Matsch versinkst und sich Deine Unterhose wie ein Schwann anfühlt, kannst Du von Kakao nur träumen. Schau Dir also die Wettervorhersage ganz genau an und ändere Deine Pläne, wenn nötig. Die gute Nachricht ist, dass Wettervorhersagen in den vergangenen Jahren immer besser geworden sind, auch wenn Deine Eltern anderer Meinung sind.

Zu spät losgehen. Klar hast Du Urlaub. Aber wenn der nicht nur aus einer Liege am Strand und einem Stapel Bücher besteht, solltest Du trotzdem bereit sein, mal früh aufzustehen. Am Ende einer Tagestour zu viel Zeit übrig zu haben, ist ein Luxusproblem. Erst bei Dunkelheit wieder am Hostel ankommen ist schon eine ernstere Sache. Plane auf jeden Fall genug Zeit ein, sowohl für unvorhersehbare Schwierigkeiten als auch für unerwartete Abstecher.

Häufig gestellte Fragen

Habe ich auch wirklich nichts vergessen? Doch ganz sicher. Irgendwas vergisst man immer. Die meisten Dinge kannst Du aber auch vor Ort kaufen, wenn Du sie wirklich brauchst. Und wenn Dir das nicht reicht, haben wir hier ein paar Packlisten für Dich ausgegraben:

Wie viel Geld brauche ich pro Tag? Das kommt ganz auf die Länder und die Weltgegend an, in die Du reist. Ein paar Beispiele aus Asien: In Ländern wie Thailand oder Malaysia kommst Du mit 30 Euro pro Tag (inklusive der Übernachtung und Essen) gut aus. Japan ist ein ganzes Stück teurer. Hier solltest Du eher 80 Euro pro Tag einplanen. In Vietnam dagegen reichen auch schon 15 bis 20 Euro. Auch im Rest der Welt sind das in etwa die beiden Extreme, zwischen denen sich die Budgets bewegen.

Wie melde ich mich von unterwegs? So unromantisch es klingt: am besten mit dem Smartphone. Vielleicht solltest Du nicht unbedingt das neueste und teuerste Modell mitnehmen, falls Dir ein Missgeschick geschieht oder das Handy gestohlen wird. Aber Smartphones haben den Vorteil, dass sie neben der normalen Telefonverbindung auch einen eingebauten WLAN-Adapter haben. So kannst Du nicht nur eine lokale Prepaid-Karte benutzen (was zum Telefonieren und SMS schicken meist billiger ist als Roaming-Tarife), sondern in Cafés, Restaurants und überall, wo es WLAN gibt, sogar kostenlos E-Mails und Nachrichten schreiben und Skype benutzen.

Hast Du noch weitere Fragen? Schreib uns einen Kommentar und wir helfen gerne weiter!

Im nächsten Teil: Backpacking in Europa

Im letzten Teil: Rucksack packen

Vielen Dank an jonrawlinson für das Bild von Flickr.

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