Reise-Helferlein: Städtetrip – Fotografieren und mieses Wetter

Ihr wacht auf in einer neuen Stadt aber keine Sonne kitzelt Eure Nasenspitze. Der Blick aus dem Fenster ist nur obligatorisch und bestätigt einen ganz und gar nicht perfekten Tag zum Fotografieren. Die Stadt, die ihr gerade mit Eurer Kamera erobern wolltet, ist grau in grau gehüllt.

Abhalten sollte Euch das aber nicht! Denn Ihr habt im Vorfeld den Wetterbericht studiert und die unten stehenden Tipps verinnerlicht. Und damit stehen Euch alle Möglichkeiten offen, grandiose Bilder zu machen – trotz miserabler Wetterlage!

Aufwärmübungen für Deine Kreativität

Fotografieren bei miesem Wetter, Budapest

Wer glaubt, dass man gute Bilder auf Knopfdruck abliefern kann, der irrt. Wie auch die Muskeln muss man seine Kreativität aufwärmen. Ich nehme dazu meine Kamera meist schon zum Frühstück mit oder fotografiere eine Stunde lang alles was mir vor die Linse kommt auf meinem Weg zu den Sehenswürdigkeiten.

Es geht mir darum Standardbilder aus meinem Kopf zu bekommen. Dazu arbeite ich gewohnte und eingefahrene Perspektiven von Gegenständen und Menschen ab. So versuche ich in meinem Kopf alles Altbekannte als erledigt abzuhaken.

Erst danach kann ich mich meist auf neue und gewagtere Perspektiven und Kompositionen einlassen. Ihr solltet es mal ausprobieren und eine Stunde lang Dinge fotografieren die Euch als alltäglich erscheinen.Alltaegliche Dinge fotografieren Dabei gilt es alles genau so zu fotografieren, wie ihr es sonst immer machen würdet. Wenn Ihr dann bei den Sehenswürdigkeiten angekommen seid, versucht kein Bild mehr so zu fotografieren wie Ihr es schon vorher gemacht habt.

Vorteile erkennen und nutzen

Ein bedeckter Himmel sorgt normalerweise für Trübsal bei Reisenden, aber nicht zwingend bei Fotografen: Ein grauer Himmel birgt Vorteile die ihr ausnutzen könnt.

1. Portraits sehen besser aus, weil man keine starken Schatten im Gesicht hat. Also schnappt Euch Eure Freunde und fotografiert sie vor tollen Texturen oder in Straßen mit einer schönen Flucht.Akim Fotografie bei miesem Wetter

2. Detailaufnahmen von Gebäuden sind jetzt gleichmäßiger ausgeleuchtet und Ihr bekommt klarere Bilder.Detailaufnahmen Fotografie bei miesem Wetter

3. Ihr könnt die Nässe der Straße nutzen um dramatischere Bilder zu erzeugen.Naesse der Strasse nutzen - Fotografie bei miesem Wetter

4. Pfützen können prima als Reflektionsfläche genutzt werden.Pfuetzen als Reflektionsflaeche

5. Ihr könnt den ganzen Tag durchfotografieren und müsst nicht auf den Stand der Sonne achten.
6. Die blaue Stunde, welche nach dem Sonnenuntergang ungefähr für eine Stunde andauert, wird ein kräftigeres Blau am Himmel erzeugen. Hier solltet Ihr Euch am besten schon eine Sehenswürdigkeit ausgesucht haben, die Ihr  fotografieren wollt.Fischerbastei zur Blauen Stunde 1

Fischerbastei Budapest zur Blauen Stunde

Challenge yourself

Wenn Euch diese Tipps nicht ausreichen und Ihr mit den gegebenen Lichtbedingungen nicht auf Sightseeing-Tour gehen wollt, dann empfehle ich Euch ein Thema für den Tag festzulegen: Es kann eine Farbe, ein Gegenstand oder ein Spruch sein.

In Budapest habe ich mir zum Beispiel selber die Aufgabe gestellt, die Farbe Blau in meine Bilder einzubauen. Dazu habe ich den ganzen Tag nach Szenen gesucht die etwas Blaues inne hatten. Es regt die Kreativität noch mal verstärkt an und fordert Euch in einem ganz anderen Maße.Fotografieren bei miesem Wetter

Mit diesen Tipps solltet Ihr – trotz scheinbar schlechtem Wetter – großartige Bilder von Euren Städtetrips mit zurückbringen!

Über den Autor:

Profilbild2 KopieAlexander Koval ist Reisefotograf und bloggt auf Out-n-About.de über seine Erlebnisse rund um den Globus. In seinem Blog teilt er gewonnene Erfahrungen und verrät Tipps und Tricks für großartige Aufnahmen und ein Reiseerlebnis weit weg von All-Inclusive und Pauschaltourismus. Folgt ihm auf Facebook oder Google+ um auf dem Laufenden zu bleiben!

 

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