Paris: Was Du NICHT machen solltest!

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Paris ist immer einen Besuch wert! Der Eiffelturm, die Kathedrale Notre-Dame, die Mona Lisa im Louvre und die vielen anderen bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt ziehen jährlich über 28 Millionen Menschen an. Die Reiseführer sind voll von Hot Spots, die man auf keinen Fall verpassen darf.

Doch von Gefahren und Benimm-Regeln für Touristen in Paris ist kaum die Rede! Deshalb haben wir bei der deutschen Bloggerin Denise von Touristen in Paris nachgefragt. Sie lebt bereits seit einigen Jahren in Paris und versorgt deutschsprachige Touristen mit wichtigen Informationen zu Paris und hilft ihnen so bei der Urlaubsvorbereitung.

Auf Ihrem Blog veröffentlicht sie täglich Tipps zu öffentlichen Verkehrsmitteln – speziell der Pariser Métro – empfiehlt Unterkünfte und Restaurants und bietet sogar eigene Stadtführungen an.

20 Dinge, die man als Tourist in Paris auf keinen Fall machen sollte!

1) Mit dem Auto nach Paris fahren

…ist definitiv keine gute Idee. Der Verkehr im Pariser Stadtzentrum ist unglaublich dicht und lange Staus gehören zur Tagesordnung. Zudem gibt es in Paris kaum freie Parkplätze. Wenn Dein Hotel, Hostel oder Apartment keinen eigenen Parkplatz hat, dann wird die Parkplatzsuche kompliziert. Denn Parkplätze in Paris sind Mangelware und mittlerweile fast durchweg kostenpflichtig. Ehe Du Dich versiehst, hat eines der sehr flinken Abschleppautos Dein Auto wortwörtlich aus dem Verkehr gezogen. Die einzige Alternative sind überteuerte Parkhäuser oder die Anreise per Bahn oder Flugzeug.

2) Mit öffentlichen Verkehrsmittel zur Rush Hour fahren

…lässt jegliches Urlaubsfeeling sofort verpuffen. Die Métro fährt zwar im Zwei- bis Drei-Minuten-Takt, dennoch sind die Bahnen zu dieser Stoßzeit brechend voll. Wer also keinen stressigen Urlaub in Paris verbringen möchte, dem empfehle ich, die Métro morgens, wenn alle Pariser Bewohner zur Arbeit fahren und abends, wenn sie wieder in ihre Vororte zurückkehren, nicht zu benutzen. Besser ist es, Paris in dieser Zeit zu Fuß zu erkunden.

3) Auf den Champs-Elysées shoppen gehen

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…ist der dümmste Vorschlag für Touristen, den ich je in einem Reiseführer über Paris gelesen habe. Die Champs-Elysées ist eine der teuersten Straßen von Paris und zudem total überlaufen. In Paris kann man wirklich gut shoppen, zum Beispiel in der Rue de Rivoli oder der Rue de Rennes auf der Rive Gauche, aber definitiv nicht auf der Champs-Elysées.

4) Sich ohne zu fragen an einen Tisch setzen

…wird in Pariser Restaurants gar nicht gerne gesehen. Wenn ihr in einem Restaurant in Paris essen gehen wollt, dann wartet ihr am besten zuerst einmal am Eingang des Restaurants, bis euch einer der Kellner einen Tisch zuteilt. Touristen, die ohne Hallo zu sagen an den Tisch eines Restaurants stürmen, sind von vornherein ungebetene Gäste. Das werden Dich die Kellner dann auch spüren lassen!

5) Beim Bezahlen aufrunden

So etwas gibt es nur in Deutschland. In Frankreich bezahlt man zunächst den Betrag, so wie er auf der Rechnung steht, und lässt das Trinkgeld, sofern man welches geben möchte, anschließend auf dem Tisch liegen.

6) Auf einer Rolltreppe auf der linken Seite stehen

…ist in Paris nicht zu empfehlen. Denn auf Rolltreppen steht man generell rechts, denn links laufen die gestressten Leute vorbei, die keine Zeit haben, einen Zug noch rechtzeitig bekommen müssen oder mal wieder viel zu spät zum vereinbarten Treffen unterwegs sind. Touristen, die dennoch links stehen und somit den Fluss unterbrechen, werden mit einem unfreundlichen „Pardon!“ aufgefordert, sich wieder auf der rechten Seite einzugliedern.

7) Im Bus hinten einsteigen

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…ist normalerweise nicht erlaubt. In einen Pariser Bus steigt man immer vorne ein und entwertet dabei artig jedes Mal seinen Busfahrschein. Von dieser Regelung ausgenommen sind Busse mit Überlänge, die an allen Eingängen über einen Entwertungsautomaten verfügen.

8) Mit dem Handy in der Nähe von Métrotüren spielen

…ist definitiv keine gute Idee, wenn man sich mal die Zahlen der Diebstähle von technischen Geräten in der Métro ansieht. Jeden Tag werden unzähligen Fahrgästen die Handys in der Metro aus der Hand gerissen. So schnell kannst Du gar nicht gucken, da hat Dein Handy bereits den Besitzer gewechselt, während Du noch geschockt in der Métro sitzt und die Türen sich gerade wieder schließen.

9) Fußgängerwege überqueren, ohne nach links und rechts zu schauen

…ist in Paris schlichtweg lebensgefährlich. Denn hier gibt es zwar genauso wie bei uns an vielen Ecken Fußgängerüberwege, nur haben sie in Paris eine völlig andere Funktion. Dienen sie in Deutschland dem gefahrenlosen Überqueren von Straßen, sind sie in Paris lediglich Dekoration. Bitte also immer erst schauen, bevor Du die Straße überquerst, denn ein Pariser Auto bremst nicht für Fußgänger!

10) Mit dem Fahrrad auf Bürgersteigen fahren

…ist nicht erlaubt und auch gar nicht gern gesehen. Auch wenn es im dichten Pariser Straßenverkehr für Fahrradfahrer manchmal ganz schön gefährlich werden kann, vor allem dann, wenn sich die Fahrradspur auf der Busspur befindet. Fahrradfahrer gehören nun mal auf die Straße – auch in Paris!

11) Auf den Klappsitzen sitzen bleiben, wenn es voll wird in der Métro

…ist nach Aussagen vieler Pariser Einwohner eine Unart, die sie vor allem bei Touristen bemerken. Damit Du den Ärger und die bösen Blicke der eh schon gestressten Pariser Bevölkerung nicht auf Dich ziehst, lautet die Devise: wenn die Métro voll wird, dann werden die Klappsitze nicht benutzt.

12) Ein Taxi für vier Personen suchen

…ist in Paris ein echtes Glücksspiel. Die meisten Taxifahrer nehmen entgegen jeglicher Regelungen maximal drei Fahrgäste mit. Bei vier Personen hat der Taxifahrer entweder ganz plötzlich keine Zeit mehr, einen dringenden anderen Weg oder verlangt einen Aufpreis für den vierten Fahrgast.

13) Sich in einem Porträt von herumlaufenden Malern auf dem Place du Tertre verewigen lassen

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…ist herausgeschmissenes Geld. Nicht jeder Maler, der auf dem Pariser Künstlerplatz arbeitet, tut dies legal. Bei den Porträtisten, die ihre Staffelei auf dem Place du Tertre aufgestellt haben, könnt ihr euch guten Gewissens malen lassen. Alle anderen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da ihr künstlerisches Können teilweise sehr zu wünschen übrig lässt.

14) Auf Listen unterschreiben

…die einem meist von Frauen unter die Nase gehalten werden, solltest Du auf keinen Fall tun. Nach der Unterschrift verlangen sie Geld und es kann gut sein, dass sie Dir, ohne dass Du es merkst, Dein Hab und Gut mit geschickten Ablenkungsmanövern aus der Tasche klauen, während Du für einen angeblich guten Zweck unterschreibst.

15) In Montmartre den Zeigefinger ausstrecken

…kostet nur Geld. Denn das ist Teil einer Masche echt nerviger Typen, die Touristen bedrängen und anschließend dafür auch noch Geld verlangen. Sie stürmen meist mit den Worten „Excuse me!“ auf unwissende Touristen zu und fordern sie auf, den Zeigefinger auszustrecken. In wenigen Sekunden baumeln dann ein paar Bindfäden am Finger, die der unangenehme Herr dann flechtet. Man kann nicht flüchten und fühlt sich am Ende bedrängt das Erzeugte auch zu kaufen. Vorsicht, unschöne Touristenfalle!

16) Ins Musée Grévin gehen

…lohnt sich bei den horrenden Preisen, die für das Besichtigen bekannter Persönlichkeiten aus Wachs genommen werden, definitiv nicht. Hier bietet Paris viele andere interessante Sehenswürdigkeiten als Alternative an.

17) Fotoapparate, Handys und andere Wertgegenstände auf Terrassen von Cafés und Restaurants auf den Tisch legen

…ist wie eine Einladung zum Diebstahl. Wenn Du samt Fotoapparat und Handy auch wieder nach Hause fahren willst, dann behalte diese Gegenstände immer gut bei Dir und leg sie nie sichtbar und für alle zugänglich auf den Tisch.

18) Nachts mit der Métro nach Hause fahren wollen

…ist in Paris leider nicht möglich. Denn obwohl Paris eine Millionenmetropole ist, fährt nachts keine Métro. Als Alternative bleiben Dir noch das Taxi, die Nachtbusse oder die Velibs, das öffentliche Fahrradausleihsystem von Paris. Alle 300 Meter befindet sich eine Station, an der man mit einer Kreditkarte bequem ein Fahrrad ausleihen kann.

19) Am 14. Juli nach Paris kommen und die Stadt besichtigen wollen

…ist eine ganz schlechte Idee. Dann gesellen sich zu den eh schon vielen Touristen in dieser Jahreszeit auch noch die Franzosen hinzu, die an ihrem Nationalfeiertag die Militärparade und das abendliche Feuerwerk in Paris bewundern möchten. Die Métro ist dann dermaßen verstopft, dass man es meist gar nicht erst aus dem Zug hinaus an die Oberfläche schafft. Wähle lieber einen der 364 verbleibenden Tage für Deinen Urlaub in Paris!

20) Zu Silvester mit riesigen Erwartungen nach Paris fahren

…birgt meist einige Enttäuschungen. Denn in Paris gibt es zu Silvester kein Feuerwerk! Die Champs-Elysées ist verstopft und die Tage nach dem Neujahrsanfang sind Bauarbeiter damit beschäftigt, die kaputten Fensterscheiben zu ersetzen. Definitiv nicht empfehlenswert!

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Danke an Sapphireblue, waitscm, Torcello Trio und Serge Melki für die Bilder von Flickr.

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